AKTUELLE BERICHTE

Trumer Triathlon

Ein Multisportwochenende in der Alpenrepublik

Schon zum 12. Mal gab es dieses Jahr den Trumer Triathlon in Obertrum am See, 20 Kilometer nördlich von Salzburg. Nachdem die Suche im Kalender nach Wettkämpfen in Süddeutschland für in Frage kommende Wettkämpfe nur abgesagte Veranstaltungen aufwies, hatte ich mich nach mehreren Wochen Bedenkzeit am Nachmittag nach meinem zweiten Impftermin entschieden, mich dort anzumelden. Mein letzter Wettkampf lag wegen verschiedener Rückschläge schon fast 3 Jahre zurück, und ich wollte endlich wieder Wettkampf erleben. Attraktiv fand ich, dass ich für die 400km-lange Anfahrt die Möglichkeit hatte gleich an drei Tagen an Wettkämpfen teilzunehmen. Dazu gibt es in Trum, zusätzlich zu den Wertungen der einzelnen Wettkämpfe eine Triple-Wertung: See Crossing 3km am Freitag, Sprintdistanz am Samstag und Mitteldistanz am Sonntag. Das Bild, aufgenommen vor dem Schwimmen am Freitag Nachmittag zeigt die wunderschöne Landschaft dort, wenn die Sonne scheint!

Das war aber beim Auftakt ins Wochenende nicht der Fall - leider. Das Schwimmen am Freitag fand noch unter guten Bedingungen statt. Es regnete nur einmal kurz nachdem ich im Zielbereich schon wieder angezogen war, also nachdem schon alle fertig waren. Meine Platzierung war "normal" für mich, mehr sage ich nicht. Während des Schwimmens hatte ich den Eindruck, dass ich viel zu weit rechts schwamm, weil ich ewig allein schwamm und eine größere Gruppe weit links sah, aber abends zeigten die GPS-Daten der Polar-Uhr eine überraschend glatte und direkt geschwommene Schwimmstrecke. Dank Klaus' langjähriger Arbeit schaffte ich es auch fast durchgängig im 3-er Zug zu bleiben, zum ersten Mal bei einem Wettkampf.

Am Samstag war das Wetter deutlich besser als die Vorhersage, d.h. es regnete immer nur kurz mit längeren Pausen zwischen den einzelnen Schauern. Schwimmen war wie üblich und der Wechsel aufs Rad verlief sogar ohne Regen. Die Strecke war aber an vielen Stellen mit Vorsicht zu genießen. Überall lauerte angespültes Kies-Sand-Gemisch. Am Fuß eines Anstiegs musste sogar ein Streckenposten zur Langsamkeit mahnen, weil das Wasser mehrere Zentimeter hoch vom Feld rechts auf die Fahrbahn schoss. Und so ging auch das Laufen weiter. Immerhin war die Temperatur ungefähr bei 20 Grad geblieben und zwischen den einzelnen Schauern wurde der Einteiler wieder trocken. Am Ende habe ich einen Podiumsplatz in der AK um ungefähr 45 Sekunden verpasst, errang den "undankbaren" vierten AK-Platz, hatte aber meinen ersten Triathlon seit 3 Jahren genossen. Und ich wusste, dass ich ein zweites Paar Laufschuhe dabei hatte, und somit am nächsten Tag mit trockenen Laufschuhen werde starten können.

Am Sonntag gab es bis zum Start nur kurze Schauer, die man also abwarten konnte. Das Schwimmen verlief auch angenehm, kein Regen der die Sicht behindern würde. Ich kam sogar ungefähr 3 Minuten schneller heraus als vor 6 Jahren (ob die Bojen richtig gesetzt waren?). Dann fing es an zu nieseln. Frohen Mutes und darauf vertrauend, dass es wie am Samstag bald wieder aufhören würde, stieg ich aufs Rad, ohne eine Regenjacke anzuziehen, nur im Einteiler. Leider regnete es dann pausenlos während der nächsten 4 Stunden, mal mehr, mal weniger. Zum Glück sackte die Temperatur nicht ab, sodass es mir auch im Einteiler nie kalt wurde. An solchen Tagen erfährt man, dass die Haut, der Einteiler und die Radschuhe nur eine bestimmte Regenmenge aufnehmen können, der Rest perlt einfach ab. Zum Glück war die Wettkampfstrecke seit dem Wettkampf vom Vortag vorbildlich geputzt worden, sodass das Fahren trotz Dauerregens viel gefahrloser war als am Vortag. Mitten in der zweiten Radrunde überholte mich Patrick Lange, der in der gleichen Startgruppe wie ich gestartet war, in seiner dritten und letzten Radrunde. Nach 86 km Rad auf meinem Tacho ging ich unter Dauerregen zum Laufen über. Da machte sich die Belastung vom Vortag deutlich bemerkbar. Die Beine fühlten sich sehr schwer an, und mir war sofort klar, dass ich das Lauftempo vom Vortag nicht würde erreichen können. Immerhin hatte ich niemals mit muskulären Problemen zu kämpfen. Ab Kilometer 16 hörte es sogar auf zu regnen und ich konnte das Ziel ohne Einbruch mit ziemlich konstantem Tempo erreichen.

Nach der Massage und ein paar weiteren kurzen Schauern, aber wegen der Corona-Auflagen ohne duschen zu können, habe ich dann den Rückweg angetreten. Ich war sehr froh, dass ich trotz der Wettervorhersage das Wochenende nicht hatte ausfallen lassen müssen. Bis auf die fehlenden Duschen hatte ich wieder richtige Triathlon-Atmosphäre genießen können. Auf der Rückfahrt ist es von Anfang an trocken geblieben, und kurz nach dem Chiemsee schien sogar die 48 Stunden lang nicht gesehene Sonne wieder...

Wann werden wir das wieder in Deutschland erleben dürfen?

25.07.2021 | Pascal Mélix ^ nach oben

Liga meets Tria-Kids

Inzwischen schon eine Tradition: Am 12. Juli fand endlich wieder ein Liga-meets-Tria-Kids statt. Hierbei wird ein Swim & Run als Staffel ausgetragen. Die Teams setzen sich dabei aus einem Liga-Starter und mehreren Kids zusammen. So können die Kleinen einmal Wettkampfluft schnuppern während die Mittelgroßen den Großen zeigen dass der Nachwuchs im Anmarsch ist.

Leider fiel das übliche Beisammensein im Anschluss aus, aber für Brezeln, Getränke und eine ordentliche Siegerehrung mit Preisen hat es gereicht!

Danke an Joachim für die Initiative sowie Henning und Anne für die Hilfe bei der Durchführung!

25.07.2021 | Anja Elser ^ nach oben

Xterra France

Erfolgreich durch Vogesen-Schlamm

Bei der Familie Chauvet schon Tradition, für Anne Neuland: Xterra France in den Vogesen, eine olympische Distanz mit 1400 hm auf dem MTB und 400 hm im Trailrun. Für die unter 18jährigen oder Jedermänner&frauen gibt es die "Découverte-Variante" (frei übersetzt in etwa die "Schnupper"-Variante) über die halbe Strecke. Diese mit "nur" einer statt zwei ansonsten identischen Rad- bzw. Laufrunden. Wobei der Begriff "Schnupper-Variante" bei diesjährigen Schlammschlacht-Bedingungen eine ganz neue Bedeutung bekam. Man stelle sich vor wie man den Schlamm so richtig die Nase hochzieht zum Schnuppern. Für Tria Echterdingen waren Anne und Yannick über die volle Xterra Distanz und unsere Nachwuchs-Kräfte Amélie und Catherine über der Découverte-Variante am Start.

Die Echterdinger Delegation fühlte sich mit Anreise am Freitag, Campingplatz direkt am Start, (bei schönem Wetter) abgeradelter Strecke am Samstag und Rundumversorgung durch Claudia doch ganz gut vorbereitet. Chauvet Senior gab am Abend noch dem Nachwuchs die letzten Einweisungen ins Reifenflicken und Kettennieten. Denn erfahrene Teilnehmer wissen, dass die "DNF" Liste mehrere Seiten füllen kann. Dies insbesondere wegen defekter Bikes. Tolle Vorbereitung, aber ein in Corona-Zeiten kaum zu glaubender Massenstart mit siebenhundert wegen Entzugserscheinungen besonders wildgewordenen Triathleten (alle 3G-Regel konform) sowie ein ordentlicher Stark-Regen der die Rad- und Laufstrecke mit riesigen Matschlöchern und glitschigen Wurzeln spickte, zeigte mal wieder: Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. Völlig neue Bedingungen, die am Vortag getestete Strecke nicht wiederzuerkennen.

Für gute Schwimmer heißt es in der ersten Radrunde Kopf einziehen: Denn nach dem Schwimmen kommt die Stunde der Bike-Spezialisten. Von hinten ruft es in einer Tour "gauche", "droite" und stramme Waden ziehen vorbei, irgendwie und egal wo, und wenn es noch so eng ist. Gleichzeitig wird man von ebenso wetterfesten wie unermüdlichen Zuschauern mit "courage", "bonne Chance" oder auch "c'est la guerre" angefeuert. Zwischendurch hat es sich sicher mal wie Krieg (franz. "guerre") angefühlt, aber am Ende waren alle vier Starter glücklich im Ziel und dürfen stolz auf ihre Leistungen sein. Für die drei Frauen hat es sogar auf das Podium in der AK gereicht. Dies mit Gesamt-Platzierungen bei denen auch die Mehrheit der männlichen Teilnehmer bleich werden. Zitat eines (männlichen) Echterdinger Teilnehmers: "Einen schlechten Tag haben ist wenn Du völlig verdreckt ins Ziel kommst und Deine Vereinskameradin steht da schon frisch geduscht".

Ein sehr gut organisierter Wettkampf, der neben den beiden Triathlon-Distanzen auch einen Swim&Run, ein Gravel-Rennen und einen Kindertriathlon anbietet. Für Zuschauer sicher auch dann noch spannend wenn etwas weniger Sportler spektakulär vom Rad absteigen auf dem glitschig-nassen Bike-Palettenparcours im Zielbereich.

Hoffentlich sieht man sich nächstes Jahr wieder!

(Text: Anne, Yannick. Weitere Bilder in den → Fotostrecken).

19.07.2021 | Anja Elser ^ nach oben

Challenge Walchsee

ETU European Championchip

Nach langer Wettkampfpause war es endlich wieder soweit - Racing war wieder angesagt!

Für Tria Echterdingen waren folgende Mitglieder auf der Mitteldistanz am Start:
- Ulrike Syring
- Mike Anlauf
- Henning Hubbert

Ulrike vertrat in ihrer Altersklasse Deutschland bei der ETU European Championchip. Alle anderen waren beim regulären Wettkampf am Start.

Bei bestem Wetter und schöner Alpenkulisse fiel der Startschuss für Ulrike um 9:00 Uhr. Ab 9:20 Uhr durften dann auch die normalen Altersklassenathleten ins kühle Nass. Aufgrund der Coronaauflagen ging es entspannt als Rolling Start los. Dabei galt es im relativ warmen Walchsee mit Neo eine große Runde von 1.900 Metern zu bewältigen. Dank geschickter Ausnutzung von Wasserschatten gelang es Henning die beste Schwimmzeit in seiner AK zu erschwimmen.

Anschließend stand ein hügeliger und technischer Radkurs mit 2 Runden mit je 83km auf dem Programm.

Beim abschließenden Lauf über knapp 21km ging es viermal um den Walchsee. Auch hier waren ein paar Steigungen zu überwinden, die auf jeder Runde "steiler" wurden. Aufgrund der steigenden Temperaturen wurden die angebotenen Kühlmöglichkeiten dankend angenommen.

In Summe waren alle froh endlich wieder Wettkampfluft schnuppern zu können und hoffen auf eine möglichst lange Wettkampfsaison.

Für Teilnehmer und Zuschauer ist der Wettkampf aufgrund der kurzen Wege und der malerischen Umgebung sehr zu empfehlen!

Die Ergebnisse der Echterdinger im Detail:
Ulrike Syring 05:53:19 (00:41:00 - 03:00:15 - 02:06:54)
Mike Anlauf 05:55:35 (00:46:38 - 02:56:43 - 02:04:40)
Henning Hubbert 04:22:26 (00:27:25 - 02:25:26 - 01:25:22)

04.07.2021 | Henning Hubbert ^ nach oben

Freiwasser Opening 2021

Natürlich wollen wir keinesfalls dem legendären Freiwasser Opening von Joachim vorgreifen, aber extra für Euch hat sich aus dem Jugendbereich eine Test-Pilotin bereit erklärt die Sache schon mal anzutesten. Ergebnis: Das klappt, es kann losgehen! Es wird hart, aber man kann es schaffen. (Denkt Euch hier einen besonders großen Augenzwinker-Emoji dazu, oder einen mit besonders großen erstaunten Augen).

Hier die Daten des Freiwassertests:

Wassertemperatur: 12°C
Geschwommene Kilometer: 2,5km (mit Neo)
Test-Pilotin: Jana
Test-Location: Altmühlsee
Original-Zitat: "Der See war wirklich kalt, aber ich habe es ja überlebt."

Wir Schwimm- und Jugendtrainer verneigen uns in tiefstem Respekt vor dieser in wahrsten Sinne des Wortes eiskalt umgesetzten Leistung! Und wir sind als Sportler fast ein wenig neidisch und grummeln was von "ja, ja, aber wir müssen schließlich eher für warme Pazifikgewässer trainieren" vor uns hin...

Und bevor uns die Ausbeutung unserer Jugendlichen vorgeworfen wird folgender Hinweis: Wir sind nahezu unschuldig und waren nicht aktiv beteiligt. Wir wurden mal gefragt ab welcher Temperatur Freiwassertraining möglich ist... Unsere Antwort damals nach Internet-Recherche: Unter 18°C ist Neo Pflicht, unter 12°C ist das Schwimmen im Triathlonbereich abzusagen. Daher nehme ich mal an sind obige 12°C Testbedingungen kein Zufall.

07.04.2021 | Yannick Chauvet ^ nach oben

Stabi-Training 2.0

Virtuell ist auch anstrengend...

Gute Ideen kommen oft aus der Not - an der frischen Luft -, in dem Fall war es bei einer gemeinsamen Mountainbike-Radtour. Laura machte den Vorschlag, dass wir auch für die Erwachsenen ein virtuelles Stabi-Training anbieten könnten.

Zwei Wochen später war es schon soweit und die Einladung folgte über den Newsletter.

Immer montags um 19:15 Uhr treffen wir uns für eine Stunde im Netz zum gemeinsamen Training. Unter Anleitung von Laura startet das Aufwärmprogramm. Anschließend kommen die anstrengenden Stabi-Übungen, die uns "gelenkigen" Triathleten alles abverlangen.

Vielen Dank an Laura für die ersten drei gemeinsamen Trainingseinheiten. Wir freuen uns auf weitere Stabitreffs im Netz!

P.S.: Tiefe Schritte und Steinchen wegschieben werden verschoben!

03.01.2021 | Joachim Mewes ^ nach oben