Starke Teamleistungen in Erbach
Am vergangenen Sonntag, den 28.06.2026 fand in Erbach ein weiterer Liga-Wettkampf statt, ausgetragen wurde er über die Sprint-Distanz. Bei den Herren in der 2.Liga war Windschatten erlaubt, in der Master-Liga jedoch nicht.
In der 2.Liga standen für unseren Verein Micha Jetter, Phillipp Glauner, Michael Hofmann und Oliver Ferres an der Startlinie. In der Master-Liga vertrat die Vereinsfarben Yannick Chauvet, Tobias Schmidt, Axel Jetter und Werner Dax.
Im Vorfeld stand die Veranstaltung unter keinem guten Stern, in Deutschland herrschten seit Tagen Rekordtemperaturen jenseits der 38°C. Der Veranstalter verkürzte daher kurzfristig auf der Kurzdistanz die Laufstrecke um 5km und stellte zusätzliche Duschen auf sowie ein weiterer Wasserstand. Die Wassertemperaturen im See waren > 26°C und sorgten beinahe für Badewannen-Feeling. Ein Neoprenanzug war bei diesen Temperaturen natürlich nicht erlaubt, im See mussten 850m zurückgelegt werden. Am Renntag waren die Temperaturen morgens aufgrund der Bewölkung deutlich angenehmer und eher um die 30°C, es ging zudem eine leichte Brise.
Das Herrenteam in der 2.Liga schlug sich sehr gut und fuhr sein bisher bestes Saisonergebnis mit Platz 7 ein. Als erstes kam Michael in der zweiten Gruppe aus dem Wasser, 30 Sekunden später Phillipp und noch einmal 15sec danach Micha. Nach ein paar Kilometer bildete sich auf der Radstrecke eine größere Gruppe mit 8-9 Mann zusammen mit unser drei Echterdinger, richtig gut lief sie jedoch nicht, sie war geprägt von ständigen Führungswechseln und unterschiedlichen Tempo an der Spitze. An dem einzigen ernsthaften Anstieg auf der Radstrecke verlor Michael leider auf der Kuppe den Anschluss an die Gruppe, er musste nun die restlichen 12km weites gehend alleine bestreiten. Die Reisestrapazen vom Vortag aufgrund einer Familienfeier steckten noch ein wenig in den Knochen. Phillipp versuchte kurz vor Ende der Radstrecke noch ein Ausreisversuch von der Gruppe mit 2 Mitstreiter, das ging jedoch nicht ganz auf, denn es kostete wichtige Körner für das Laufen. Micha konnte in seiner Paradedisziplin Laufen noch ein paar Plätze gut machen und beendete das Rennen auf einem sehr guten 15. Platz, knapp dahinter auf Platz 18 folgte dann Phillipp, Michael kam als 40. ins Ziel.
Sein Debüt in der Liga gab Oliver, sein Handicap ist das Schwimmen und so folgte anschließend eine Aufholjagd. Auf der Radstrecke fand er nach ein paar Kilometer einen Mitstreiter und konnte so das Tempo hochhalten, mit der 12. besten Laufzeit stürmte er noch bis auf Platz 47 nach vorne. Das war ein sehr guter Einstand und so kann es natürlich weitergehen. In Schopfheim am Wochenende geht es mit dem nächsten Liga-Einsatz gleich weiter. Das Sonderformat mit dem Laufen als erste Disziplin sollte besser seinen Stärken entsprechen und ein noch besseres Ergebnis könnte folgen.
In der Master-Liga gab es an diesem Wochenende eher weniger zu feiern. Tobias wurde auf der Radstrecke leider in einen Sturz verwickelt. Die Master-Liga startete erst nach der Polizei-Meisterschaft, aufgrund des Windschattenverbots sollte wohl ein größerer zeitlicher Abstand zu den anderen Liga-Wettbewerben geschaffen werden.
Auf den ersten 5km kam es auf dem Rad zu einer verhängnisvollen Situation, Tobias wollte eine deutliche langsamer fahrende Polizistin links überholen, er wusste jedoch nicht, dass hinter ihm ein weiterer Athlet sowohl ihn als auch die Starterin aus dem Wettbewerb der Polizei-Meisterschaft überholen wollte, dabei touchierte er leider Tobias, so dass dieser die Polizistin von der Strecke beförderte. Tobias erlitt dabei nur leichte Schürfwunden an Ellenbogen und Knie, das Rad hatte auch ein paar Kratzer abbekommen. Für die Polizistin ging es leider nicht so glimpflich aus, für sie war das Rennen beendet und sie musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Tobias stand sichtlich unter einem Schock, unter diesen Umständen konnte er das Rennen natürlich nicht mehr fortsetzen. Das sollte an diesem Tag leider nicht die letzte negative Nachricht für Tobias sein, nach einer Zeugenaussage erfuhr er, dass die Polizistin aus Versicherungsgründen Anzeige gegen ihn erstattet hatte.
Für unsere 3 verbliebenen Starter verlief das Rennen weites gehend unspektakulär. Yannick haderte im Vorfeld mit der für ihn zu flachen Radstrecke. Er beendete das Rennen auf Platz 45. Axel spulte routiniert sein Programm ab und landete schlussendlich auf Platz 53, die Zeitstrafe mit 10 Sekunden wurden nach einem Missverständnis wieder zurückgenommen. Knapp dahinter folgte Werner auf Platz 55, auch er gab ein gelungenes Debüt in der Liga. Auf der Radstrecke arbeitete er sich im Feld nach vorne und hätte beim Laufen beinahe noch auf Axel aufgeschlossen.
Mit dem Handicap, dass der beste Mann in der Mannschaft heute kein Ergebnis erzielte, stand in der Mannschafts-Wertung nur Platz 16.
Der Support am Streckenrand war wieder einmal sehr gut, viele Trias waren zum Anfeuern gekommen bzw. waren aufgrund eines eigenen Starts Vorort. Neben dem Frauen-Team (Liga) ging auf der Sprintdistanz noch Ute Mewes an den Start und auf der Olympischen Distanz Michael Wiedemer, Jürgen Wörner und Joachim Mewes. Gratulation hier noch an Joachim, er wurde Dritter in seiner Altersklasse.